The band JEREMY was formed in 1995, and underwent many line-up changes. The line-up on "Flying Of Eagle" consists of Mo Jung-Gil on vocals, Byeon Sung-Woo on bass, Cho Pil-Sung on guitar, Woo-Seung-Bo on drums and the female member of the band is called Cho Mi-Ran and she plays the keyboards. The sound of the band shows a lot of variation. But they won't shoot me for saying that the overall sound can be compared to bands like DREAM THEATER, CONCERTO MOON, SYMPHONY X, that is to say progressive rock with long instrumental parts. Four of the eleven songs are totally instrumental, including the intro and outro of "Flying Of Eagle".
JEREMY already has some kind of superstar status in their homecountry Korea and in Japan, where they play at almost every big festival. Now it's time that they become well known in the rest of the world as well. And this must be possible, when they keep on making such great music. If you ever find this CD, then don’t hesitate to buy it, because the CD is really worth listening to.
Metal Maidens
----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Obwohl die koreanische Band JEREMY bereits seit 1995 aktiv ist und mit Sicherheit zu den führenden Metal- und Hardrock-Kapellen ihres Landes zählt, ist der Name in unseren Gefilden noch eher unbekannt, was sich mit ihrem mittlerweile sechsten Studioalbum "The 2nd Advent" hoffentlich ändern wird. Das stark von christlichen Inhalten geprägte Album ist nämlich produktions- und spieltechnisch auf höchstem Niveau anzusiedeln und kommt in einer sehr schönen Digipack-Ausführung, die wirklich einen echten Augenöffner darstellt, so dass man sofort richtig Lust bekommt, sich in das Album zu vertiefen.
Das ist auch ohne weiteres möglich, da sich das Quintett einem sehr melodischen, progressiven Stil mit viel Tiefgang und Liebe zum Detail widmet, dabei seine Kompositionen aber nicht überlädt und auch selten bis nie in kitschige Gefilde abdriftet. Das unbetitelte Intro ist ein dreistimmig-choral gesungenes Gebet mit liturgischem Charakter. In dessen Folge gibt sich 'Beyond Myself' als progressives, aber auch sehr dynamisch rockendes Stück, das sowohl hartes Riffing als auch neoklassische Melodieläufe zu einer funktionierenden Einheit verschmilzt und vor allem vom sehr ausgefeilten Gitarrenspiel von Bandgründer Pil-Sung Cho lebt, das von Mi-Sun Jungs symphonischen Keyboard-Arrangements unterfüttert wird, die zwar sehr präsent, aber nicht zu dominant sind. Das virtuose, aber niemals zu sehr überfrachtete Gitarrenspiel Pil-Sungs ist das Herz der Musik von JEREMY und bekommt als solches stets genug Raum um sich zu entfalten. Das belegen auch die tollen Harmonien im Einstieg zum entspannten 'Rain In The Sun', das darüber hinaus die sehr große stimmliche Bandbreite von Sänger Jung-Gil Mo eindrucksvoll unter Beweis stellt. Er klingt hier bisweilen ein klein wenig nach Andi Deris, kann aber ansonsten meist mit recht hohen und klaren, aber trotzdem kraftvollen und angenehmen Vocals überzeugen, die keineswegs alltäglich klingen und allenfalls ein wenig an Trace Edward Zaber erinnern. Schön ist auch der Solo-Dialog zwischen Pil-Sung an der Gitarre und Mi-Sun am Keyboard, der einen Hauch klassischen Hardrocks der 70er durch das Werk wehen lässt. Mit 'Brother' folgt eine entrückte semi-akustische Halbballade, die von einer sehr eigenwilligen Rhythmik und Sang-Yeol Parks interessantem Schlagzeugspiel lebt. Auch beim erneut progressiv ausgerichteten 'Escape' leistet die Rhythmusgruppe um Sang Yeol und Bassist Sung-Woo Byun ganze Arbeit. Dazwischen streut Pil-Sung ein paar kleine schräge Kabinettstückchen auf der Gitarre, die sich jedoch stets wieder schön harmonisch auflösen, wenn Keyboarderin Mi-Sun hinzutritt. Das Titelstück ist für mich zugleich das Highlight des Albums, das eine leicht doomige Grundstimmung perfekt mit einer gesunden Dosis epischen Bombasts verbindet. Einige speedige Attacken des Synths leiten das dramatisch arrangierte 'Kill The Death' ein, das für JEREMY-Verhältnisse recht disharmonisch und aggressiv ausgefallen ist. Auch der Gesang wirkt hier etwas gequält, was wohl die Thematik des Stückes unterstreichen soll, aber im Kontext des Albums ziemlich gewöhnungsbedürftig wirkt. Doch schon mit 'Miracle' kehren die Koreaner zu ihrer bewährten Mischung aus verspieltem klassischem Hardrock und progressivem Bombast zurück. Die klassische, stark vom Piano dominierte Ballade 'You're My Everything' lässt den Hörer noch mal entspannt durchatmen, bevor die Scheibe mit dem sehr ausladenden Epos 'Challenge Part 2' eindrucksvoll endet.
POWERMETAL.de
--------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
https://www.metal-archives.com/bands/Jeremy/32825